Die endlose Verführung
Das Video Home gibt einen Einblick in ein Schlafzimmer. Ich liege
auf dem Bett nur mit einer Unterhose bekleidet. Dann stehe ich auf
und ziehe mit etwas lasziven Bewegungen die Unterhose aus. Darunter
verbirgt sich aber eine weitere Unterhose. Ich ziehe auch diese
aus, doch da kommt wieder eine weitere Unterhose zum Vorschein.
Die Handlung wiederholt sich unablässig und das Ganze entwickelt
sich zu einem endlosen Striptease ohne Höhepunkt. Am Schluss
ziehe ich mich wieder an.
Die unscharfe Aesthetik wurde hier gewählt, um den Eindruck
des Blickes in einen intimen Raum zu verstärken. Es ist so,
als würde der Zuschauer durch ein Guckloch in der Wand oder
durch eine Milchscheibe auf das Geschehen blicken.
Bei
diesem Video spiele ich mit den Elementen der Erotik, des Voyeurismus
und der Verführung. Ich mache ein Versprechen, das nie eingelöst
wird, aber gerade dadurch bleibt die Spannung erhalten. Der Zuschauer
wird nicht auf seine Rechnung kommen. Doch will er das überhaupt?
Ist es nicht gerade eine Stärke der Verführung nicht zuviel
preiszugeben?